Energieverbrauch

Mit dem Konzept zur Energieverbrauchs- und Betriebskostenreduzierung hatte sich der Bauausschuss des Zweckverbandes zu befassen. Lothar Schramm, Geschäftsführer der Haydn Energie  Consult GmbH in Passau, stellte die Zahlen vor. Und erst einmal den Istzustand, ermittelt nach den Zahlen seit 2005, aufgeteilt nach Gas und Strom. „Der Gasverbrauch ist relativ konstant“, stellte Schramm fest. Das Jahr 2009 mache eine Ausnahme mit ungewöhnlich niedrigen Zahlen („Da gab es Baumaßnahmen und Becken waren gesperrt“, Werkleiter Dieter Lustinger). Auch sei 2010 der Verbrauch nicht auffällig gestiegen, obwohl der Strömungskanal seit Dezember 2009 in Betrieb sei. Die Erdgaskosten seien gesunken, was Schramm den  auf ein Jahr befristeten  Verträgen und der europaweiten Ausschreibung durch den Zweckverband für alle fünf Thermen (Bad Füssing, Bad Birnbach, Bad Griesbach,  Bad Gögging und Bad Abbach) zuschrieb. Derzeit bezieht die Therme das Erdgas aus Konstanz. Doch die Zukunft werde höhere Preise bringen.
Auch der Stromverbrauch sei relativ konstant geblieben (zwischen 2300 und 2600 MWh/Jahr). Im letzten Jahr sei er allerdings um 216.000 KWh höher, wohl wegen des neuen Strömungskanals. Rund 100.000 Euro mehr, auch wegen Preiserhöhungen, musste die Therme für Strom zahlen. Schramm  bezifferte die Energiekosten pro Badegast mit 1,99 Euro. („Wahnsinn“, Bad Griesbachs Bürgermeister Jürgen Fundke). Damit haben sich diese in fünf Jahren verdoppelt. Was auch an der negativen Entwicklung der Besucherzahlen liegt. Doch Fundke ist für heuer optimistisch: „Alle Häuser sind wieder offen und starten durch, das bringt mehr Gäste.“
Als Hauptwärmeverbraucher ermittelte die Firma Haydn das Außenbecken (52 Prozent). Mögliche Einsparpotenzial: Speziell für das Becken dachte Schramm einen Windschutz an („Kombination mit einem von den Gästen gewünschten Sonnenschutz“, Lustinger). Schramm sprach allgemein von  Solarthermieanlagen für die Warmwasserbereitung (Einsparung von 10 bis 20 Prozent) und von Einschränkungen des Badeangebots bei extremer Witterung. Haarbachs Bürgermeister Fritz Pflugbeil dachte daran, die Wassertemperatur um ein Grad zu senken.  Damit stieß er in der Versammlung aber auf keine Gegenliebe. „Gäste haben oft ein Thermometer dabei, das gibt nur Ärger“, erzählte Lustinger aus dem Thermen-Alltag.
Den Hauptanteil beim Strom ziehen die Badewasser- und Lüftungstechnik. Bei der Lüftung könne man, so Schramm, mittels frequenzgeregelter Antriebe für  Ventilatoren und auch Pumpen insgesamt rund 19.000 Euro im Jahr einsparen.
„Bald konkrete Maßnahmen und nicht erst in fünf Jahren“, wünschte Ausschussvorsitzender Hans Danner. Die vorgeschlagene Kraftwärmekupplung sei zum Beispiel schnell umsetzbar. Für Rita Röhrl haben die Aussagen Schramms bestätigt, dass hier Geld liegt, das mit Maßnahmen gespart werden könne.
Was umgesetzt wird, ist nicht klar. Denn jetzt soll die Firma Haydn erst einmal  konkrete Vorschläge erarbeiten. Aufwand und Nutzen vorstellen. Damit wird sich dann die Verbandsversammlung beschäftigen.