Sanierung der technischen Gebäudeausrüstung in der Tiefgarage abgeschlossen!

Sämtliche Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung in der Tiefgarage der Wohlfühl-Therme Bad Griesbach hatten ihre technische Nutzungsdauer erreicht. Sie stammen überwiegend aus den 1980er Jahren, was zum Teil zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Ersatzteilbeschaffung sowie teilweise zu einem unwirtschaftlichen Betrieb führte.

Insbesondere bei den sicherheitstechnischen Anlagen bestand dringender Handlungsbedarf, der auch bereits von Prüfsachverständigen, die die erforderlichen Wiederholungsprüfungen zur Bescheinigung der Betriebssicherheit und Wirksamkeit der Anlagen durchführten, attestiert wurde.

Eine technische Sanierung der Tiefgarage war deswegen dringend erforderlich. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Bad Griesbach hat am 03.12.19 die Sanierung dankenswerter Weise mit folgenden Maßnahmen beschlossen:

Die vorhandene Lüftungsanlage versorgt die Tiefgarage mit Frischluft und leitet Abluft nach außen. Mittels Entrauchungsventilatoren werden sowohl entstehender Rauch im Brandfall als auch zu viel vorhandene Abgase durch Pkws aus der Tiefgarage abgeleitet. Die Anlage wird bei Detektion durch die an der Decke installierten CO²-Melder bzw. über die Brandmeldeanlage aktiviert.

Die Bescheinigung der Betriebssicherheit und Wirksamkeit durch den Prüfsachverständigen wurde zuletzt nur unter Auflagen ausgestellt.

Die Anlage inkl. Entrauchungsventilatoren und Brandschutzklappen wurde komplett erneuert.

Das Netzersatzaggregat („Notstromdiesel“) soll bei Stromausfall alle sicherheitstechnischen Anlagen mit elektrischer Energie versorgen. Vorher wurden die normativen Anforderungen an eine Sicherheitsstromversorgung nicht erfüllt. U.a. wurden die entstehenden Abgase des Aggregates nicht über feuerbeständige Kanäle ins Freie geführt und die Zuluft-Zuführung erfolgte über eine Ansaugung der Raumluft in der Tiefgarage.

Das dieselbetriebene Aggregat wurde deshalb durch eine Sicherheitsbatterieanlage ersetzt, was einerseits die Reaktionszeit beschleunigt und andererseits die Be- und Entlüftungsproblematik löst.

Die alte Brandmeldeanlage war vom Hersteller abgekündigt worden. Das bedeutet, dass keine bzw. nur noch beschränkt Ersatzteile zur Verfügung standen. Im Schadensfall hätte dies dazu führen können, dass die Anlage nicht mehr innerhalb der vorgeschriebenen Zeit (in der Regel 72 Stunden) in Betrieb gesetzt werden kann.

Die komplette Brandmeldeanlage inkl. Rauchmelder ist deshalb erneuert worden.

Die Allgemeinbeleuchtung hatte ihre technische Lebensdauer erreicht und wurde gegen eine neue Beleuchtungsanlage (LED- Technik) ausgetauscht. In diesem Zuge wurde auch die in die Allgemeinbeleuchtung integrierte Sicherheitsbeleuchtung inkl. Sicherheitslichtgerät erneuert.

Auch die Niederspannungshauptverteilung war am Ende der technischen Nutzungsdauer, was Reparaturen zunehmend erschwerte. Diese und sämtliche Unterverteilungen einschließlich Verkabelungen wurden auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Darüber hinaus wurden weitere vorhandene technische Anlagen, wie z.B. Wasser- und Abwasserleitungen geringeren Umfangs sowie die übergeordnete Gebäudeautomation zur Steuerung sämtlicher Anlagen, auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Die vorhandenen Wandhydranten zur Löschwasserbereitstellung wurden nach Rücksprache mit den an der Brandschutzplanung beteiligten Personen und Institutionen nicht mehr benötigt und deswegen im Rahmen dieser Baumaßnahme ersatzlos rückgebaut.

Zusätzlich wurde im Zuge der techn. Sanierung die Schrankenanlage erneuert und der Tiefgarage ein neuer Anstrich verpasst.

Obwohl noch nicht alle Gewerke schlussgerechnet sind und somit noch eine gewisse Kostenunsicherheit besteht, ist von Gesamtkosten von in Höhe von insgesamt 1,65 Mio. € auszugehen.